PFLANZE DES MONATS

Rarität aus dem Kräutergarten

 

Arnika – heilendes Gold

(Arnica chamissonis)

 

In der bäuerlichen Volksmedizin spielte Arnika schon immer eine große Rolle und gehörte selbstverständlich in jede Hausapotheke. „Bergwohlverleih“, wie „Arnica montana“ im Volksmund auch genannt wird, wächst auf ungedüngten Bergwiesen und bevorzugt einen sauren Standort. Da die Pflanze in unseren Regionen nur noch selten vorkommt, ist sie streng geschützt und darf nicht gepflückt werden.

Wild wachsende Arnika lässt sich schwer kultivieren, dagegen kann die aus Nordamerika stammende Wiesenarnika, „Arnika chamissonis“, auch im Garten angebaut werden. Beide Pflanzen haben ähnliche Wirkstoffe. Jungpflanzen gibt es in Spezialgärtnereien. Damit die Pflanze sich akklimatisieren kann, sollte die Pflanzerde mit Torf angereichert werden, dann vermehrt sie sich und kommt jedes Jahr wieder.

Die goldgelben Blüten können zur Herstellung von Hausmitteln für äußere Anwendungen verwendet werden.

 

Inhaltsstoffe: 

Arnikablüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide, Cumarine und hauptsächlich Sesquiterpenlactone, die wundheilende Eigenschaften haben, die jedoch bei zu hoher Dosis gesundheitlich schaden können.

 

Wirkung und Verwendung:

Die Pflanze darf aufgrund ihrer toxisch wirkenden Inhaltsstoffe nicht innerlich angewendet werden, darum kommt für den Hausgebrauch nur die äußere Anwendung infrage!

 

Zitat: „Die Dosis ist entscheidend, ob etwas Heilmittel oder Gift ist“.

 

Anders ist es mit Arnika in der Homöopathie. Die in der Apotheke erhältlichen Mittel können wegen ihrer starken Verdünnung (auch „Potenzen“ genannt) auch innerlich verwendet werden. Wer Arnika anbaut, kann auch selbst eine Tinktur ansetzen, wie es zu Großmutters Zeiten üblich war.

 

Arnikatinktur (äußerlich)

altes Hausmittel

Dazu braucht man:

Frische Blüten vom Wiesenarnika (Arnika chamissonis)

70%igen Alkohol (Apotheke) oder Franzbranntwein

Zubereitung:

Die Blüten in ein helles Schraubglas füllen und mit Alkohol bedecken. 3 Wochen ziehen lassen, dann abseihen, Blüten ausdrücken. Die Tinktur in kleine Flaschen füllen, beschriften, kühl und dunkel aufbewahren.

Anwendung:

Bei Umschlägen wird 1 EL Tinktur mit ½ l Wasser verdünnt. Ein Tuch mit der Flüssigkeit getränkt und auf die kranke Stelle gelegt, z.B bei Bluterguss, Prellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen.

 

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© Markusine Guthjahr